In unserer Praxis für ganzheitliche Medizin in Berlin erleben wir täglich, wie wichtig Mikronährstoffe für Energie, Zellschutz und nachhaltige Gesundheit sind. Einer der zentralen Wirkstoffe in unserer Infusionstherapie ist hochdosiertes Vitamin C, bekannt als Ascorbinsäure.
Doch was genau bewirken Vitamin-C-Infusionen im Körper? Welche Vorteile sind wissenschaftlich belegt? Und für wen ist diese Therapie besonders sinnvoll?
Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein essentieller Mikronährstoff, den der Körper nicht selbst herstellen kann. Er muss über die Nahrung oder Supplemente zugeführt werden. Besonders bekannt ist Vitamin C für seine Rolle im Immunsystem, aber es erfüllt viele weitere Funktionen:
Bei chronischem Stress, Infektionen oder erhöhtem oxidativem Stress kann der Bedarf deutlich steigen.
Kleiner historischer Exkurs – Skorbut bei Seefahrer:innen: Schon im 18. Jahrhundert war bekannt, dass ein Mangel an Vitamin C zu schweren Erkrankungen führen kann. Auf langen Seefahrten ohne frisches Obst und Gemüse entwickelten viele Seeleute den sogenannten Skorbut – eine Krankheit, die durch Vitamin-C-Mangel entsteht und sich durch Zahnfleischbluten, Schwäche und schlechte Wundheilung äußerte. Erst durch die gezielte Mitnahme von Zitronen und Sauerkraut konnte diese Erkrankung erfolgreich eingedämmt werden. Dies ist ein frühes Beispiel für die lebenswichtige Rolle von Mikronährstoffen.
Die Aufnahmefähigkeit des Körpers für oral eingenommenes Vitamin C ist begrenzt. Studien zeigen, dass über den Darm nur etwa 200–250 mg pro Gabe aufgenommen werden können. Höhere Mengen werden größtenteils ausgeschieden.
Eine intravenöse Vitamin-C-Infusion umgeht diese Barriere. Mehrere Gramm Vitamin C gelangen direkt in den Blutkreislauf und ermöglichen therapeutisch wirksame Konzentrationen, die zur:
beitragen können.
Vitamin C unterstützt die Funktion von Immunzellen wie Neutrophilen, T-Zellen und natürlichen Killerzellen. Regelmäßige Gaben können die Dauer und Intensität von Infekten deutlich reduzieren.
Studienlage:
Ein Cochrane Review (2013) zeigt, dass die Erkältungsdauer bei regelmäßiger Vitamin-C-Einnahme um bis zu 14 % verkürzt werden kann – bei Menschen unter hoher körperlicher Belastung sogar um bis zu 50 %.
Vitamin C ist eines der wichtigsten Antioxidantien im menschlichen Körper. Es neutralisiert freie Radikale, schützt Zellen und trägt zur Reduktion chronischer Entzündungsprozesse bei.
Besonders hilfreich bei:
Vitamin C spielt eine Rolle bei der Nebennierenfunktion und der Regulation von Cortisol – dem körpereigenen Stresshormon. Bei Dauerstress kann es zu einem funktionellen Vitamin-C-Mangel kommen.
Vitamin-C-Infusionen werden daher unterstützend eingesetzt bei:
Nach durchgemachten viralen Infekten – insbesondere bei Long COVID – berichten viele Patient:innen über Symptome wie:
Vitamin C unterstützt die Mitochondrienfunktion (Energieproduktion in den Zellen) und kann helfen, den Regenerationsprozess zu beschleunigen.
Hochdosiertes Vitamin C wird in der integrativen Onkologie als begleitende Maßnahme eingesetzt – unter anderem zur:
Vitamin-C-Infusionen können besonders hilfreich sein für:
Vitamin C ist in therapeutischen Dosierungen in der Regel gut verträglich. Gelegentlich können auftreten:
Nicht geeignet bei:
Vor jeder Therapie führen wir ein ausführliches Anamnesegespräch sowie ggf. eine Laborkontrolle durch.
Während der Infusion können Sie sich in unserer Praxis entspannen, lesen oder Musik hören.